Silvester 2018 in Wien

29.12.2018 Wien. Zu Silvester versammeln sich in ganz Wien hunderttausende Menschen, um gemeinsam den Rutsch in das neue Jahr zu feiern. Dies geschieht hauptsächlich im Bereich der Veranstaltung „Silvesterpfad“ in der Inneren Stadt, aber auch an vielen anderen Orten im ganzen Stadtbereich.

Die Polizei Wien wird neben den Regelkräften mit mehreren hundert Polizistinnen und Polizisten zusätzlich in verschiedenen Einsatzabschnitten wienweit im Einsatz sein. Neben Beamten der Bezirkspolizei werden Kräfte der WEGA, der Polizeidiensthundeeinheit, der Landesverkehrsabteilung sowie des Landeskriminalamtes u.a. eingesetzt.

Pyrotechnik und Feuerwerk

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Zum Jahreswechsel werden im gesamten Wiener Stadtgebiet eine Vielzahl an Feuerwerksraketen, Knallkörpern und anderer Pyrotechnik von Privatpersonen gezündet.

Das Zünden vieler gängiger Gegenstände (ab Kategorie F2: Blitzknallkörper, Schweizerkracher, alle Raketen, Knallfrösche, Sprungräder und andere) ist im Ortsgebiet ausdrücklich verboten.

Darüber hinaus gibt es diverse absolute Verwendungsverbote in der Nähe von Tankstellen, Kirchen, Krankenhäusern usw. Wo und soweit es der Polizei möglich ist, wird repressiv gegen Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz vorgegangen.

Es drohen empfindliche Strafen sowie der Verfall der mitgeführten pyrotechnischen Gegenstände. Bereits das bloße Mitführen von Pyrotechnik wird als versuchte Verwaltungsübertretung geahndet. Alljährlich kommt es aufgrund der bewussten Missachtung der gesetzlichen Verwendungsverbote zu gefährlichen Situationen, Bränden und Sachbeschädigungen sowie teils schwer verletzten Personen.

Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, freiwillig auf Pyrotechnik zu verzichten, denn die Handhabung dieser Gegenstände ist aus vielerlei Gründen gefährlich. Darüber hinaus zeugt das Zünden der lauten Raketen von hoher Rücksichtlosigkeit gegenüber Leidtragenden wie betagte Personen, Patienten in Krankenhäusern sowie Tieren. Die Explosionen belasten auch die Umwelt mit erheblichen Mengen an Schadstoffen.

Anmerkung: Bei den o.a. Inhalten handelt es sich um einen reduzierten, überblicksmäßigen Auszug aus dem Pyrotechnikgesetz 2010. Die vollständigen gesetzlichen Bestimmungen sind dem Gesetzestext zu entnehmen.

Tiere als Leidtragende

Der Wiener Tierschutzverein meldete im Vorjahr erhebliche Probleme durch das Zünden von Raketen. Der Verein ist in Vösendorf direkt an der Grenze zum Bundesland Wien etabliert.

In Zusammenarbeit mit der LPD Niederösterreich wird es heuer im dortigen Bereich, je nach Einsatzdichte und Personaldisponibilität, zu verstärkten Streifenmaßnahmen durch Polizeikräfte kommen.

Eigentumskriminalität

Taschen- und Trickdiebe sehen vor allem bei großen Menschenansammlungen – wie etwa am Silvesterpfad – ein reiches Betätigungsfeld. Jährlich werden von der Wiener Polizei zu Silvester und am Tag danach etliche dementsprechende Anzeigen entgegen genommen.

Jeder kann sich selbst gut gegen Taschendiebstahl schützen, wenn einige simple Tipps befolgt werden. Ausführliche Informationen und Präventionstipps zu den Themen Eigentum, Gewalt und Belästigung, Betrug, Sucht u.a. bietet die Internetseite des Bundeskriminalamtes.

Silvesterpfad

Im Zuge der Veranstaltung „Silvesterpfad“ werden auch heuer wieder hunderttausende Menschen in die Wiener Innenstadt strömen. Gemeinsam mit dem Veranstalter wurde ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet, das an die Erfahrungswerte der Vorjahre anschließt.

Im Veranstaltungsbereich wird aus Sicherheitsgründen eine Videoüberwachung gemäß den Bestimmungen des Sicherheitspolizeigesetztes installiert und durchgeführt. Am Silvesterpfad herrscht darüber hinaus eine Platzordnung, die u.a. die bloße Mitnahme von Pyrotechnik untersagt. Die genauen Bestimmungen sind auf https://wienersilvesterpfad.at/ abrufbar.

Es werden an verschiedenen Örtlichkeiten Rammschutzmaßnahmen getroffen. Wo und wann diese aktiviert werden, wird nicht näher veröffentlicht.

Am 31.12.2018 wird ab 20:00 Uhr eine Ringsperre zwischen Operngasse und Grillparzerstraße aktiviert. Sie bleibt zumindest bis 01:30 Uhr des Folgetages aufrecht.

Die Polizei appelliert, nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Festlichkeiten in der Inneren Stadt anzureisen.