26.11.2020 – Antisemitisch motivierter Angriff in Wien

27.11.2020 Wien. Ein Mann befand sich gerade in einem Haltestellenbereich, als plötzlich eine ihm unbekannte Person auf ihn zukam und ihn antisemitisch beschimpfte bzw. bedrohte. Dabei hielt die Frau ein Messer in der Hand, welches sie aus ihrer Handtasche entnommen hatte.

Nachdem die Unbekannte dem Mann gegen das Bein trat und dessen Hut vom Kopf schlug, entriss sie seine Kippa und flüchtete zu Fuß. Nach dieser Schilderung des Vorfalls gegenüber der Polizei fahndeten die alarmierten Einsatzkräfte sofort nach der Flüchtigen, die das Opfer als ca. 50-jährige, 170 cm große und mit grauem Mantel bekleidete Frau beschrieb.

Die Streifung verlief jedoch negativ. Der Mann gab vor Ort an, nicht verletzt worden zu sein.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung hat die Ermittlungen übernommen.

Innenminister Karl Nehammer verurteilt die Tat vehement:

„Dieser Angriff ist eine Attacke auf das jüdische Leben in Wien. Neben dem bereits angeordneten verstärkten Schutz der Synagogen werden alle Maßnahmen getroffen, um diesen offensichtlich antisemitisch motivierten Angriff rasch aufzuklären. Es gibt keine Toleranz bei Antisemitismus – egal ob dieser politisch oder religiös motiviert ist.“