4×4-Technologie von Fiat – nicht nur im Winter ein großer Spaß

18.2.2015 Frankfurt am Main. Den Anfang machte die „Fröhliche Landarbeiterin”. Campagnola – was man ungefähr so übersetzen kann – nannte Fiat 1951 den ersten Personenwagen mit Vierradantrieb der Firmengeschichte.

Das ursprünglich für das Militär entwickelte Modell machte sich aber auch als unverwüstliches Einsatzfahrzeug für Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz einen Namen – im namensgebenden Bereich Landwirtschaft blieb der Fiat Campagnola dagegen eine eher seltene Erscheinung.

Ganz anders der Fiat Panda 4×4, der 1983 mit zuschaltbarem Hinterradantrieb dem Konzept der „tollen Kiste” eine völlig neue Facette hinzufügte. Zumindest im Heimatland Italien gibt es noch heute wohl kaum einen Olivenbauer oder Winzer, in dessen Fuhrpark sich nicht irgendwann mindestens ein Fiat Panda 4×4 bewährte. Während die Produktion des Fiat Campagnola 1987 auslief, ist der Fiat Panda 4×4 inzwischen in der dritten Modellgeneration auf dem Markt. Insgesamt wurden seit 1983 mehr als 500.000 Exemplare verkauft. Aktuelles Topmodell ist der Fiat Panda Cross, der sich durch eine besonders markante Offroad-Optik vom dezenter auftretenden Fiat Panda 4×4 unterscheidet.

Als die urwüchsigen Geländewagen immer komfortabler wurden und sich zum Sport Utility Vehicle (SUV) wandelten, war Fiat mit dem Modell Sedici zur Stelle (ab 2006). Dies bedeutet aus dem Italienischen übersetzt zwar 16 und ist das Ergebnis der griffigen Allradformel 4×4. Aber den Fiat Sedici gab es auch in einer zweiten Version mit Kraftstoff sparendem Vorderradantrieb. Schließlich werden die wenigsten SUV ernsthaften Geländeeinsätzen unterzogen.

Dieselben Überlegungen liegen dem Modellangebot des Fiat 500X zugrunde. Auch bei diesem neuen Crossover haben Kunden die Wahl zwischen Vorderrad- und Vierradantrieb. Die gesteigerte Geländetauglichkeit ist dabei schon auf den ersten Blick zu erkennen. Elektronisch gesteuerter Vierradantrieb steht beim Fiat 500X im Offroad-Look auf Wunsch zur Verfügung. Zur Wahl stehen die beiden Ausstattungsversionen Fiat 500X Cross und Fiat 500X Cross Plus.

Aber auch in Segmenten, wo man nicht unbedingt damit rechnet, war und ist Fiat mit Vierradantrieb vertreten. Als 1992 der Fiat Tempra Station Wagon 4×4 Premiere feierte, waren vier angetriebene Räder bei einem Kombi jedenfalls noch eine Seltenheit. Ein Zentraldifferenzial mit integrierter Ferguson-Visco-Kupplung sorgt für die Verteilung der Antriebskraft auf die Vorder- und Hinterachse.

Die Kardanwelle ist dreigeteilt, auf Tastendruck kann eine Differenzialsperre zugeschaltet werden. Schon drei Jahre zuvor präsentierte die italienische Marke den ersten Transporter mit Vierradantrieb, den Fiat Ducato 4×4. Mit dem Fiat Freemont AWD (ab 2011) hielt die bei kritischen Straßenverhältnissen deutlich höhere Sicherheitsreserven bietende 4×4-Technologie Einzug bei den Familien-Vans der italienischen Marke. Als Topmodell bringt der Fiat Freemont Cross außerdem eine besonders umfangreiche Serienausstattung und eine betont kraftvolle Optik mit.

Eine Sonderstellung nimmt der stärkste jemals gebaute Allrad-Pkw der Marke Fiat ein. Speziell für den Einsatz im Rallyesport entwickelten die Ingenieure der Motorsportdivision Abarth eine sogenannte Super-2000-Variante des Fiat Grande Punto. Der durch bauchige Kotflügelverbreiterungen und einen Dachspoiler auffallende Renner wird von einem über 200 kW (270 PS) starken Zweiliter-Saugmotor angetrieben.

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