„Hohes Haus“ 30.6.2013 ORF2

„Hohes Haus“ am Sonntag, 30.6.2013, um 12:00 Uhr in ORF2

Wien (OTS) – Patricia Pawlicki präsentiert das ORF-Parlamentsmagazin am Sonntag, dem 30. Juni 2013, um 12.00 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:

Land der Hämmer

Die Regierung hat diese Woche ein Konjunkturpaket vorgestellt, mit dem die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplätze gesichert werden sollen. Dem waren die Hochwasserkatastrophe und die Pleite der Baufirma Alpine vorangegangen.
Der Zeitpunkt – drei Monate vor der Nationalratswahl – habe keine Rolle gespielt, wird versichert. Doch bei näherem Hinsehen entpuppen sich die geplanten Maßnahmen als Zusammenfassung von bereits angekündigten Investitionen sowie dem Vorziehen von ohnedies beabsichtigten Bauvorhaben. Dementsprechend zurückhaltend sind Kommentare der Wirtschaftsforscher. Michael Klonfar fasst die Standpunkte der Parlamentsparteien zusammen.
Dazu im Studio: der Direktor des Instituts für Höhere Studien, Christian Keuschnigg

Heiß umfehdet, wild umstritten

Einer der umstrittensten Politiker der vergangenen Jahrzehnte, der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf, hat diese Woche angekündigt, im Herbst nicht mehr für den Nationalrat kandidieren zu wollen. Ihm wurde vorgeworfen, in seiner Zeit als Geschäftsführer des Forschungszentrums Seibersdorf vor allem Burschenschaftern zu wichtigen Positionen verholfen zu haben. Zu seiner Mitgliedschaft in der schlagenden Burschenschaft Olympia hat sich Martin Graf stets bekannt. Seine von allen Seiten anerkannte Vorsitzführung im Banken-Untersuchungsausschuss verdankte er 2008 seine Wahl zum Dritten Nationalratspräsidenten. Zuletzt herrschte Aufregung, als die 90-jährige Stifterin einer Privatstiftung Graf in seiner Rolle als Stiftungsvorstand vorwarf, er habe sie getäuscht und sich bereichert.
Claus Bruckmann blickt auf das bewegte politische Leben von Martin Graf zurück und hat mit ihm über Vergangenheit und Zukunft gesprochen.

Heimat großer Töchter und Söhne

18 Prozent der Österreicher/innen haben einen Migrationshintergrund.
Doch im Parlament sind Österreicher mit ausländischen Wurzeln deutlich unterrepräsentiert. Das soll sich aber nun ändern. Die ÖVP hat vorige Woche mit dem jungen Salzburger Asdin El Habassi den ersten Muslim präsentiert, der auf einem fixen Nationalratsmandat gereiht ist. Und auch die SPÖ wird mit der in der Türkei geborenen Wienerin Nurten Yilmaz ab Herbst sicher eine Migrantin unter ihren Abgeordneten haben. Maximilian Biegler hat mit den neuen Kandidaten, der Politologin Sieglinde Rosenberger und Alev Korun von den Grünen – der bisher einzigen Nationalratsabgeordneten mit Migrationshintergrund – darüber gesprochen, warum es so wenige Migranten im Nationalrat gibt und was verbessert werden könnte.

Land der Berge

Sommerzeit ist Wanderzeit – und so mancher Österreicher kehrt bei einer Tour auch gern in einer Schutzhütte ein. Die verschiedenen alpinen Vereine wie Alpenverein, Naturfreunde oder Touristenklub
betreiben österreichweit 475 Hütten. Ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich um ihre Erhaltung und warten auch das 50.000 Kilometer lange Wanderwegenetz in Österreich. Die meisten Schutzhütten sind mehr als hundert Jahre alt und müssen laut Behördenauflagen dringend saniert werden. Der Verband der alpinen Vereine (VAVÖ) schlägt jetzt Alarm: Seit Jahren stagniere die Bundesförderung, die die Vereine zur
Erhaltung und Pflege der Hütten und Wege bekommen, mit 1,5 Millionen Euro. Es wären aber vier Millionen Euro pro Jahr notwendig, um die alpine Infrastruktur aufrechterhalten zu können, sagt der Verband der
alpinen Vereine Österreichs. Bettina Tasser war auf Lokalaugenschein auf einer Hütte in den Gutensteiner Alpen in Niederösterreich und hat die Naturschutz- und Tourismussprecher von ÖVP und SPÖ befragt, ob es
mehr Geld für die Schutzhütten geben soll.

„Hohes Haus“ am Sonntag, 30.6.2013, um 12:00 Uhr in ORF2

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