„Am Schauplatz“-Reportage „Praktisch gratis“ 27.6.2013 im ORF

„Am Schauplatz“-Reportage „Praktisch gratis“ am Donnerstag, 27.6.2013, um 21:05 Uhr in ORF2

Wien (OTS) – Bärlauch aus dem Wald, Erdbeeren aus der Mülltonne und Salat vom eigenen Acker. Wer kostengünstig zu seinem Essen kommen will, ist nicht unbedingt auf Billigangebote von Supermärkten angewiesen.

Die Natur bietet sogar in Großstädten mehr als man glauben könnte. „Am Schauplatz„-Reporterin Doris Plank hat für die Reportage „Praktisch gratis“ – zu sehen am Donnerstag, dem 27. Juni 2013, um 21:05 Uhr in ORF 2 – Menschen getroffen, die sich gegen die Konsumgesellschaft stellen und neue (alte) Wege finden, um mit wenig Geld über die Runden zu kommen. Das hat mit einer neuen Lebensphilosophie zu tun:

Gemüse aus dem eigenen Garten statt Paradeiser aus Spanien aus dem Supermarkt. Und die neuen Essensrebellen scheuen sich auch nicht davor, das zu nehmen, was andere weggeworfen haben.

Wolfgang Sieberth trinkt gerne Bananenmilch. Die Zutaten findet er in Mülltonnen von Supermärkten. Milch hält sogar ungekühlt viel länger als auf der Verpackung angegeben, weiß er inzwischen. Und Bananen werden schon weggeworfen, wenn sie nur ein paar braune Flecken haben.
„Reine Verschwendung“, sagt er. Finanziell hätte der 32-jährige Kindergartenpädagoge das Wühlen im Müll nicht nötig – es geht ihm darum, auf die Wegwerfgesellschaft aufmerksam zu machen. „Je mehr man sich leistet, desto mehr will man haben“, sagt Syama Rasa, eine Hare-Krishna-Anhängerin. Sie verzichtet auf Genussmittel und isst kein Fleisch. Gemüse, das sich nicht verkaufen lässt, bekommt sie von einem Biobauern geschenkt.

Herr Roland geht in Parks in Wien „einkaufen“: frischen Bärlauch, Scharbockskraut, Holunder in Hülle und Fülle. „Ist frisch, kost nix und ich weiß, was i hab“, ist der 60-Jährige überzeugt. Das Einzige, was ihn stört, ist, dass Hunde auf „seinem Bärlauch“ manchmal ihr Geschäft verrichten.

Fred Misik hat den Acker seiner Großeltern im Burgenland neu bestellt. Gemüse und Kräuter, die er anpflanzt, sind sowohl für den Eigenbedarf als auch zum Verkauf bestimmt. Mehr als das Benzingeld von Wien ins Burgenland würde es nicht bringen, gibt er zu, aber dem Lebenskünstler ist Geld nicht wichtig. Ihm geht es darum, sich in einer schnelllebigen Zeit auf wahre Werte zu besinnen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar

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