„Capriccio“ 27.6.2013 in ORF2

„Capriccio“ 27.6.2013 um 22:30 Uhr in ORF2

Wien (OTS). Eine Oper über die Kunstform Oper – das ist Richard Strauss‘ spätes Werk „Capriccio“. Das 1942 in München uraufgeführte Opus schildert die Entstehung eines Musiktheaterwerks und befasst sich mit der zentralen Frage: Text oder Musik – was hat den Vorrang?

Die Wiener Staatsoper präsentiert Ende Juni eine musikalische Neueinstudierung mit Starbesetzung, die ein fulminantes Erlebnis der Extraklasse verspricht: Renée Fleming als Gräfin, Bo Skovhus, ihr Bruder, Michael Schade als Musiker Flamand und Angelika Kirchschlager als Schauspielerin Clairon. Weiters mit dabei: Markus Eiche als Dichter Olivier, Kurt Rydl als Theaterdirektor La Roche, Michael Roider als Monsieur Taupe und Iride Martínez als italienische Sängerin.

Am Dirigentenpult steht Christoph Eschenbach. Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli inszenierte dieses augenzwinkernde Vermächtniswerk voller poetischer Kraft und entwarf schillernd-schöne
Bilderwelten. Der ORF überträgt live-zeitversetzt am Donnerstag, dem 27. Juni 2013, um 22:30 Uhr in ORF 2. ORF III bringt am Sonntag, dem 28. Juli, um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung dieser Vorstellung.

Wenn man „Capriccio“ im Lexikon nachschlägt, steht da: „Das Capriccio ist ein Musikstück von freiem, spielerischem und scherzhaftem Charakter, das sich wenig bis gar nicht an tradierten musikalischen
Formen orientiert.“ Strauss‘ „Capriccio“ schildert die Entstehung eines Musiktheaterwerks, widmet sich mit weiser Heiterkeit und voller Wissen um dieses Genre der Welt der Bühne. Zentrale Frage: Text oder
Musik – was ist wichtiger? „Capriccio“ ist gleichermaßen genaues Typentheater, zarte Liebeserklärung, kluge Auseinandersetzung wie auch feines Kammerspiel.

Die Oper spielt um 1775 im Gartensaal eines Rokokoschlosses in der Nähe von Paris. Der Dichter Olivier und der Komponist Flamand werben um die Gunst der Gräfin Madeleine. Bei deren bevorstehender Geburtstagsfeier wollen sie neue Werke präsentieren, darunter ein kleines Huldigungsfestspiel, das vom Regisseur La Roche einstudiert werden soll. Lebhaft und eifersüchtig wird die Frage diskutiert, ob der Text oder die Musik wichtiger für das Gelingen einer Oper sei.

Die Gräfin soll ein Urteil fällen, aber sie kann sich ebenso wenig zwischen den beiden Verehrern entscheiden, wie sie – in einem von beiden geschaffenen Werk – Wort und Musik voneinander trennen kann.

„Capriccio“ ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

(Werbung)

Schreibe einen Kommentar