19.10.2021 – Zwei Menschen im Zuge einer Schleppung aus Ungarn verstorben

20.10.2021 Siegendorf/Burgenland. Wie berichtet flüchtete gestern Nachmittag im Gemeindegebiet von Siegendorf, Bezirk Eisenstadt-Umgebung der Lenker eines gelben Kleintransporters mit ungarischem Kennzeichen nach einer Kontrolle durch das österreichische Bundesheer.

Im Fahrzeug befanden sich zu diesem Zeitpunkt 28 geschleppte Personen, wobei zwei Menschen nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden konnten.

Unverzüglich nach der Flucht des Lenkers wurde eine polizeiliche, grenzübergreifende Großfahndung gestartet, die Fahndungsmaßnahmen dauern nach wie vor an.

Neben burgenländischen Polizeibeamten waren auch Beamte der Polizei-Diensthundeeinheit, der Grenzpolizei, Drohnen der DSE (Einsatzeinheit Cobra/Direktion für Spezialeinheiten) und für die Fahndung aus der Luft ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Die geschleppten Personen wurden mit Getränken versorgt und sind soweit wohlauf.

Der Einsatz durch die Polizei und das österreichische Bundesheer wurde seit Juli 2021 sukzessive verstärkt. Neben den burgenländischen (Grenz-)Polizisten sind Soldaten und Soldatinnen des Österreichischen Bundesheeres an der burgenländischen Grenze im Dienst. Das ÖBH hat seine Kräfte auf bis zu 1.000 Soldaten aufgestockt.

Durch diese Maßnahmen, durch die gute Zusammenarbeit und das engagierte Agieren der Einsatzkräfte konnte eine sehr starke Kontrolldichte erreicht werden, wodurch es auch heute zur Anhaltung des Kastenwagens gekommen ist und eine vermutlich noch größere Katastrophe verhindert werden konnte.

Im Hinblick auf die auch heute wieder festgestellte, menschenverachtende Brutalität und Rücksichtslosigkeit der Schlepper ist der verstärkte Grenzeinsatz ein wesentliches Faktum, um diesen kriminellen Vereinigungen entgegenzuwirken. So konnten im Jahr 2021 österreichweit bereits rund 250 Schlepper festgenommen werden, davon allein im Burgenland 124.